Ausgearbeitetes Praxisbeispiel
Rettet die Zimmerpflanze: Fotosynthese in Klasse 7
In 45 Minuten untersucht Klasse 7 eine kränkelnde Zimmerpflanze und entwickelt einen begründeten Rettungsplan – mit drei Differenzierungsstufen. Phasen und Arbeitsaufträge bleiben frei bearbeitbar.
Der TeachFOCUS-Ansatz
Warum diese Stunde Kinder erreicht
Die Merkmale sind im vollständigen Entwurf konkret sichtbar – nicht nur als pädagogisches Versprechen. Der Ablauf kann vollständig mit KI entstehen oder auf Ihrem Entwurf aufbauen. Danach bleibt jede Phase frei bearbeitbar; Änderungen wirken auf die übrigen Karten der Stunde.
- Lebensweltnah: Eine kränkelnde Zimmerpflanze macht die Fotosynthese zu einem vertrauten Diagnoseproblem.
- Aktivierend: Partnerdiagnose, lebendes Fotosynthese-Schema und Rettungsrat wechseln Zugang und Sozialform.Zur Bewegungsphase im Ablauf ↓
- Inklusiv: Drei Blattfassungen mit gemeinsamem Ziel unterscheiden Hilfen, Sprachlast und Offenheit.
- Mutmachend: Vermutungen werden zunächst ohne Bewertung gesammelt; stille Signale geben Orientierung, ohne bloßzustellen.
- Sinnvoll gesichert: Rettungsplan und Exit-Zettel zeigen, ob das Wissen zur Fotosynthese angewendet werden kann.
Vollständiges Beispiel
Rettet die Zimmerpflanze – Fotosynthese verstehen und anwenden
Biologie · Klassenstufe 7 · Sekundarschule · 45 Minuten
Präsentation
9 Folien · Rettet die Zimmerpflanze – Fotosynthese verstehen und anwenden
Rettet die Zimmerpflanze – Fotosynthese verstehen und anwenden
Biologie · Klasse 7 · 45 Min
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Phasen
5 Phasen · 45 von 45 Minuten eingeplant
Ziel: Ich kann erklären, was eine Pflanze für die Fotosynthese braucht, was dabei entsteht und daraus einen begründeten Rettungsplan ableiten.
Erfolg: Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid sind als Voraussetzungen genannt. · Glucose und Sauerstoff sind als Produkte genannt.
Weitere differenzierte Ziele stehen in „Ziele und Standards“.
Einstieg
Einstieg: Was fehlt unserer Pflanze?
6 Minuten · Input
Die Schüler:innen untersuchen das Bild einer kränkelnden Zimmerpflanze und sammeln erste Vermutungen.
Material: Bild oder echte Zimmerpflanze, Tafel/Beamer
Kind C: Nennt die Vermutung mit einem vorbereiteten Satzstarter und wird früh drangenommen. · Hilfe: Satzstarter „Ich glaube, der Pflanze fehlt …“.
Erarbeitung
Erarbeitung: Diagnose mit Infotext
14 Minuten · Arbeit
Die Schüler:innen erschließen zu zweit, was eine Pflanze für die Fotosynthese benötigt und welche Produkte entstehen.
Material: Arbeitsblatt der Stunde – Standard
Kind A: Arbeitet mit dem kurzen Infotext der Basis-Fassung und markiert Licht als entscheidenden Hinweis. · Hilfe: Abhakliste mit drei Schritten, Check nach dem ersten Absatz.
Kind B: Liest den Infotext der Standard-Fassung mit der Partnerperson und begründet den Lichtmangel. · Hilfe: Wortspeicher mit den fünf Fachbegriffen.
Kind C: Arbeitet den Infotext auf Teil 1 mit einer Abhakliste ab. · Hilfe: Abhakliste neben der Karte, Check nach dem Schema.
Aktivierung
Aktivierung: Fotosynthese-Aufstellung
5 Minuten · Bewegung / Pause
Die Klasse ordnet die Stoffe und Bedingungen der Fotosynthese als lebendes Schema im Raum.
Material: Sechs große Begriffskarten
Anwendung
Anwendung: Rettungsplan entwickeln
12 Minuten · Arbeit
Die Schüler:innen formulieren einen fachlich begründeten Rettungsplan für die Zimmerpflanze.
Material: Arbeitsblatt der Stunde – Standard
Kind A: Wählt aus drei Bildkarten eine Maßnahme und begründet sie mit einem Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter „Die Pflanze braucht …, damit …“.
Kind B: Begründet eine Maßnahme mündlich; die Lehrkraft oder Partnerperson notiert Stichworte. · Hilfe: Gelbe Diagnosekarte als stiller Hinweis.
Kind C: Begründet eine Maßnahme schriftlich mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter „Diese Maßnahme hilft, weil …“.
Sicherung
Sicherung: Rettungsrat und Checkfrage
8 Minuten · Sicherung
Die Klasse vergleicht Rettungspläne, vervollständigt das Tafelbild und beantwortet die Checkfrage.
Material: Exit-Zettel
Kind A: Kreuzt auf dem Exit-Zettel mit Bildern an statt frei zu schreiben. · Hilfe: Bildleiste an der Tafel als Stütze.
Kind B: Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter auf dem Exit-Zettel vorgedruckt.
Kind C: Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter-Streifen auf dem Exit-Zettel.
Erstellte Materialien
- PräsentationFolien für den Beamer
- Exit-ZettelCheckfrage und Daumen-Check, vier Stück pro Seite.
- Tippkarten zur ArbeitsphaseGestufte Hilfen zu Teil 1 und Teil 2 – erst selbst probieren, dann einen Tipp ziehen.
Kurzfassung, Ziele und Standards, Stundenverlaufsplanung und Ablaufplan.
Lernziel als Tafelanschrift
Ich kann erklären, was eine Pflanze für die Fotosynthese braucht, was dabei entsteht und daraus einen begründeten Rettungsplan ableiten.
Konkretisierter Standard – das ist am Ende sichtbar
- Fall und Forschungsfrage lesen
- Infotext auf Teil 1 lesen und Diagnose begründen
- Eine Rettungsmaßnahme auswählen und begründen
- Ergebnisse mit einem anderen Paar vergleichen
Erfolgskriterien für die Schüler:innen
- Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid sind als Voraussetzungen genannt.
- Glucose und Sauerstoff sind als Produkte genannt.
- Mindestens eine Rettungsmaßnahme ist mit der Fotosynthese fachlich begründet.
Ziele nach Lernniveau
Basis
Die Voraussetzungen und Produkte der Fotosynthese mithilfe eines Schemas zuordnen.
- Mindestens vier von fünf Begriffen sind richtig eingeordnet.
Standard
Die Fotosynthese in eigenen Worten erklären und auf den Pflanzenfall anwenden.
- Eine Rettungsmaßnahme ist mit Ursache und Wirkung begründet.
Erweitert
Begrenzende Faktoren unterscheiden und einen Rettungsplan fachlich abwägen.
- Der Plan berücksichtigt, dass mehr von einem Faktor allein nicht immer hilft.
Wortlaut für die mündliche Ansage
Heute seid ihr das Rettungsteam für eine Zimmerpflanze. Zuerst sammelt ihr Vermutungen. Dann lest ihr einen kurzen Infotext auf dem Arbeitsblatt und begründet eure Diagnose. Danach entwickelt ihr zu zweit einen Rettungsplan. Am Ende erklärt jede Person, warum der Plan helfen kann.
Verständnis-Check
Warum hilft es der Zimmerpflanze nicht, wenn sie Wasser bekommt, aber dauerhaft im Dunkeln steht?
Impulsfragen im Wortlaut
- „Welche Beobachtung an der Pflanze passt zu eurer Vermutung?“
- „Was gelangt in das Blatt hinein – und was kommt heraus?“
- „Welche Maßnahme behebt wirklich die Ursache?“
- „Warum ist sehr viel Wasser nicht automatisch besser?“
Tafelbild-Vorschlag
Fotosynthese – so rettet sich die Pflanze
- – Die Pflanze braucht: Licht + Wasser + Kohlenstoffdioxid
- – Im Blatt entsteht: Glucose + Sauerstoff
- – Rettungsplan: heller Standort, passend gießen, Blätter gesund halten
- – Begründung: Ohne Licht kann die Pflanze keine Glucose aufbauen.
Stolperfallen und Fehlkonzepte
Pflanzen ernähren sich von Erde oder Dünger.
Gegenfrage: „Welchen energiereichen Stoff stellt die Pflanze in ihren Blättern selbst her?“
Sauerstoff wird für die Fotosynthese aufgenommen.
Gegenfrage: „Auf welcher Seite unseres Schemas entsteht Sauerstoff?“
Je mehr Wasser, desto schneller wächst die Pflanze.
Gegenfrage: „Was passiert, wenn die Wurzeln dauerhaft ohne Luft im Wasser stehen?“
| Nr. | Phase | Min | Typ | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EinstiegIhre Notiz: Einstieg: Was fehlt unserer Pflanze? | 6 | Input | Pflanzenbild oder echte Pflanze zeigen; Vermutungen zunächst ohne Bewertung sammeln. Lehrkraft: Zeigt die Pflanze, stellt den Einstiegsimpuls und notiert die Vermutungen unkommentiert an der Tafel. Schüler:innen: Betrachten die Pflanze und nennen im Plenum je eine Vermutung; drei Vermutungen stehen sichtbar an der Tafel.
Material: Bild oder echte Zimmerpflanze, Tafel/Beamer Kind C: Nennt die Vermutung mit einem vorbereiteten Satzstarter und wird früh drangenommen. · Hilfe: Satzstarter „Ich glaube, der Pflanze fehlt …“. Stolperstelle: Die Vermutung „mehr Dünger“ nicht sofort korrigieren, sondern als prüfbare Hypothese sichern. |
| 2 | ErarbeitungIhre Notiz: Erarbeitung: Diagnose mit Infotext | 14 | Arbeit | Partnerarbeit mit einer von drei passend gestuften Blattfassungen. Lehrkraft: Teilt Teil 1 des gestuften Arbeitsblatts aus und geht herum; achtet besonders auf die Trennung von Ausgangsstoffen und Produkten. Schüler:innen: Lesen in Partnerarbeit den kurzen Infotext auf Teil 1 des Arbeitsblatts und begründen, welche Bedingung bei der Pflanze gestört ist. Lernen durch Kommunikation: Lerntandem (Peer-Assisted Learning) · Partnerarbeit · Rollen: Erklärer:in, Zuhörer:in & Nachfrager:in
Material: Arbeitsblatt der Stunde – Standard Kind A: Arbeitet mit dem kurzen Infotext der Basis-Fassung und markiert Licht als entscheidenden Hinweis. · Hilfe: Abhakliste mit drei Schritten, Check nach dem ersten Absatz. Kind B: Liest den Infotext der Standard-Fassung mit der Partnerperson und begründet den Lichtmangel. · Hilfe: Wortspeicher mit den fünf Fachbegriffen. Kind C: Arbeitet den Infotext auf Teil 1 mit einer Abhakliste ab. · Hilfe: Abhakliste neben der Karte, Check nach dem Schema. Stolperstelle: Wasser ist nötig, wird aber nicht durch Fotosynthese hergestellt; Edukte und Produkte klar trennen. |
| 3 | AktivierungIhre Notiz: Aktivierung: Fotosynthese-Aufstellung | 5 | Bewegung | Sechs Karten verteilen; die übrigen Schüler:innen zeigen vom Platz aus die Fließrichtung. Lehrkraft: Verteilt sechs Begriffskarten, gibt das Start- und das Stoppsignal und lässt den Merksatz gemeinsam sprechen. Schüler:innen: Sechs Kinder stellen sich mit ihren Karten in der richtigen Reihenfolge auf, die übrigen zeigen vom Platz aus die Fließrichtung.
Material: Sechs große Begriffskarten Stolperstelle: Nach genau einer Aufstellung mit festem Signal zurück an die Plätze führen. |
| 4 | AnwendungIhre Notiz: Anwendung: Rettungsplan entwickeln | 12 | Arbeit | Alle bearbeiten dasselbe Ziel; Umfang und Hilfen unterscheiden sich je Niveaustufe. Lehrkraft: Teilt Teil 2 des Arbeitsblatts aus, erinnert an Teil 1 und fordert bei jeder Maßnahme eine fachliche Begründung ein. Schüler:innen: Wählen zu zweit eine Maßnahme aus, begründen sie mit dem Lichtbedarf und verwerfen eine ungeeignete Maßnahme.
Material: Arbeitsblatt der Stunde – Standard Kind A: Wählt aus drei Bildkarten eine Maßnahme und begründet sie mit einem Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter „Die Pflanze braucht …, damit …“. Kind B: Begründet eine Maßnahme mündlich; die Lehrkraft oder Partnerperson notiert Stichworte. · Hilfe: Gelbe Diagnosekarte als stiller Hinweis. Kind C: Begründet eine Maßnahme schriftlich mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter „Diese Maßnahme hilft, weil …“. Stolperstelle: „Mehr gießen“ nur akzeptieren, wenn ein Wassermangel aus dem Fall begründet wird. |
| 5 | SicherungIhre Notiz: Sicherung: Rettungsrat und Checkfrage | 8 | Sicherung | Zwei kurze Lösungen vergleichen; anschließend Einzelantwort auf Exit-Zettel. Lehrkraft: Moderiert den Rettungsrat, prüft eine Begründung nach, vervollständigt das Tafelbild und gibt die Exit-Zettel aus. Schüler:innen: Zwei Paare stellen ihren Plan vor, die Klasse ergänzt das Schema, danach beantwortet jede Person die Checkfrage allein auf dem Exit-Zettel.
Material: Exit-Zettel Kind A: Kreuzt auf dem Exit-Zettel mit Bildern an statt frei zu schreiben. · Hilfe: Bildleiste an der Tafel als Stütze. Kind B: Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter auf dem Exit-Zettel vorgedruckt. Kind C: Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter. · Hilfe: Satzstarter-Streifen auf dem Exit-Zettel. Stolperstelle: Bei Zeitdruck nur einen Rettungsplan vorstellen; Exit-Zettel unbedingt beibehalten. |
Material der Stunde
Fertige Blätter, Präsentation, Live-Quiz und was Sie mitbringen.
Kurzfassung für Tafel oder Sichtstruktur – Symbolidee, Schlagwort, Zeit.
- Pflanzenfall6 Min
- Diagnose14 Min
- Aufstellung5 Min
- Rettungsplan12 Min
- Rettungsrat8 Min
Die fünf Symbole vor Beginn sichtbar machen und nach jeder Phase weiterschieben.
Anweisungen, Signale, Differenzierung und Entwurfsbausteine.
Phase 1: Einstieg: Vermutungen sammeln
Ziel: Du stellst eine begründete Vermutung auf, was der Pflanze fehlt.
Material: Pflanzenbild oder echte Pflanze, Tafel
- 1.Schau dir das Bild der Pflanze genau an. (1 Min)Bild groß zeigen, noch nichts erklären.
- 2.Nenne eine Auffälligkeit an der Pflanze. (2 Min)Drei bis vier Meldungen sichtbar notieren.
- 3.Sage, was der Pflanze deiner Meinung nach fehlt. (2 Min)Vermutungen nicht bewerten.
- 4.Lies die Forschungsfrage laut mit. (1 Min)
Fertig bist du, wenn du eine Vermutung genannt hast und die Forschungsfrage kennst.
Kontrollfrage: Kann jedes Kind die Forschungsfrage in eigenen Worten wiedergeben?
Phase 2: Diagnose mit Infotext
Ziel: Du erkennst, was die Pflanze für Fotosynthese braucht und was dabei entsteht.
Material: Arbeitsblatt Teil 1, Markierstift
- 1.Betrachtet den Pflanzenfall und notiert eine Vermutung. (2 Min)
- 2.Lest zu zweit den kurzen Infotext auf Teil 1. (4 Min)
- 3.Begründet mit dem Text, warum die Pflanze blass wird. (6 Min)
Fertig seid ihr, wenn ihr den Lichtmangel mit dem Infotext begründet habt.
Kontrollfrage: Erklärt eure Diagnose, warum der dunkle Standort der Pflanze schadet?
Phase 3: Fotosynthese-Aufstellung
Ziel: Du ordnest die Stoffe der Fotosynthese in die richtige Reihenfolge.
Material: Sechs große Begriffskarten
- 1.Nimm deine Karte und stell dich vorne auf. (2 Min)Sechs Karten gezielt verteilen.
- 2.Sortiert euch: erst die Stoffe, die hineingehen, dann das Blatt, dann die Produkte. (2 Min)Klasse zeigt vom Platz aus die Fließrichtung.
- 3.Sprecht den Merksatz gemeinsam einmal laut. (1 Min)Danach mit dem festen Signal zurück an die Plätze.
Fertig seid ihr, wenn die Reihenfolge stimmt und der Merksatz gesprochen ist.
Kontrollfrage: Stehen Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid vor dem Blatt?
Phase 4: Rettungsplan für die Zimmerpflanze
Ziel: Du leitest aus der Fotosynthese passende Maßnahmen ab.
Material: Arbeitsblatt Teil 2 und Teil 1
- 1.Wählt eine passende Rettungsmaßnahme und begründet sie. (6 Min)
- 2.Erklärt, warum Wasser allein bei fehlendem Licht nicht hilft. (4 Min)
Fertig seid ihr mit einem begründeten Rettungsplan und einer verworfenen Maßnahme.
Kontrollfrage: Nennt eure Begründung die fehlende Bedingung und ihre Wirkung auf die Fotosynthese?
Phase 5: Rettungsrat und Exit-Zettel
Ziel: Du beantwortest die Checkfrage fachlich richtig in zwei Sätzen.
Material: Tafelbild, Exit-Zettel
- 1.Hör dir zwei Rettungspläne an. (2 Min)Bei Zeitdruck nur einen Plan vorstellen.
- 2.Prüfe eine Begründung: Passt sie zur Fotosynthese? (2 Min)
- 3.Ergänze das gemeinsame Schema an der Tafel. (2 Min)
- 4.Beantworte die Checkfrage auf dem Exit-Zettel in zwei Sätzen. (2 Min)Exit-Zettel unbedingt beibehalten.
Fertig bist du, wenn dein Exit-Zettel ausgefüllt abgegeben ist.
Kontrollfrage: Nennt deine Antwort eine Bedingung und ihre Wirkung?
Basis – mit Sprach- und Strukturhilfe
Aufgabe: Begriffe in ein vorstrukturiertes Fotosynthese-Schema einsetzen und eine passende Rettungsmaßnahme auswählen.
Hilfen: Bildsymbole, farbige Pfeile, Wortspeicher und Satzstarter: „Die Pflanze braucht …, damit …“
Reduktion: Eine Maßnahme mit Satzstarter begründen.
Fertig, wenn das Schema ausgefüllt und eine Maßnahme mit Satzstarter begründet ist.
Standard – selbstständig anwenden
Aufgabe: Den Infotext lesen, eine Maßnahme auswählen und fachlich begründen.
Hilfen: Wortspeicher auf der Rückseite und Kontrollfrage.
Reduktion: Keine zusätzliche Abwägung verschiedener begrenzender Faktoren.
Fertig, wenn eine Maßnahme begründet und eine ungeeignete verworfen ist.
Erweitert – Faktoren abwägen
Aufgabe: Einen eigenen Rettungsplan entwickeln und erklären, welcher Faktor die Fotosynthese im Fall begrenzt.
Hilfen: Zusatzdiagramm zu Lichtstärke und Fotosyntheserate.
Reduktion: Keine.
Fertig, wenn der begrenzende Faktor benannt und eine scheinbar sinnvolle Alternative widerlegt ist.
Je Phase (0 von 4)
Für einige Phasen fehlen eigene Stufen oder Impulsfragen. Über das KI-Symbol oben entstehen sie für jede Phase, z. B. mit dem Auftrag „Für jede Phase ergänzen“.
Individuell (pseudonym)
Kind A
Basis-Fassung, jeweils nur ein sichtbarer Arbeitsschritt und feste Partnerperson.
Hilfen: Abhakliste und kurzer Check nach Phase 2.
Reduktion: Nur eine Maßnahme begründen.
Sitzplatz: Reizarmer Randplatz mit direkter Sicht auf das Tafelbild.
Je Phase (3)
Phase 2: Erarbeitung: Diagnose mit Infotext
Arbeitet mit dem kurzen Infotext der Basis-Fassung und markiert Licht als entscheidenden Hinweis.
Hilfe: Abhakliste mit drei Schritten, Check nach dem ersten Absatz.
Phase 4: Anwendung: Rettungsplan entwickeln
Wählt aus drei Bildkarten eine Maßnahme und begründet sie mit einem Satzstarter.
Hilfe: Satzstarter „Die Pflanze braucht …, damit …“.
Phase 5: Sicherung: Rettungsrat und Checkfrage
Kreuzt auf dem Exit-Zettel mit Bildern an statt frei zu schreiben.
Hilfe: Bildleiste an der Tafel als Stütze.
Kind B
Standard-Fassung mit Wortspeicher und mündlicher statt langer schriftlicher Begründung.
Hilfen: Satzstarter und gelbe Diagnosekarte als stiller Hinweis.
Reduktion: Begründung darf der Lehrkraft diktiert werden.
Sitzplatz: Neben ruhiger Partnerperson, Material bereits sortiert.
Je Phase (3)
Phase 2: Erarbeitung: Diagnose mit Infotext
Liest den Infotext der Standard-Fassung mit der Partnerperson und begründet den Lichtmangel.
Hilfe: Wortspeicher mit den fünf Fachbegriffen.
Phase 4: Anwendung: Rettungsplan entwickeln
Begründet eine Maßnahme mündlich; die Lehrkraft oder Partnerperson notiert Stichworte.
Hilfe: Gelbe Diagnosekarte als stiller Hinweis.
Phase 5: Sicherung: Rettungsrat und Checkfrage
Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter.
Hilfe: Satzstarter auf dem Exit-Zettel vorgedruckt.
Kind C
Standard-Fassung mit Satzstartern; Sprechanteile werden vorbereitet statt spontan verlangt.
Hilfen: Satzstarter-Streifen auf dem Tisch und Abhakliste für die Arbeitsschritte.
Reduktion: Schriftliche Begründung auf einen Satz begrenzt.
Sitzplatz: Reizarmer Platz mit Blick auf Tafel und Ablaufsymbole.
Je Phase (4)
Phase 1: Einstieg: Was fehlt unserer Pflanze?
Nennt die Vermutung mit einem vorbereiteten Satzstarter und wird früh drangenommen.
Hilfe: Satzstarter „Ich glaube, der Pflanze fehlt …“.
Phase 2: Erarbeitung: Diagnose mit Infotext
Arbeitet den Infotext auf Teil 1 mit einer Abhakliste ab.
Hilfe: Abhakliste neben der Karte, Check nach dem Schema.
Phase 4: Anwendung: Rettungsplan entwickeln
Begründet eine Maßnahme schriftlich mit Satzstarter.
Hilfe: Satzstarter „Diese Maßnahme hilft, weil …“.
Phase 5: Sicherung: Rettungsrat und Checkfrage
Beantwortet die Checkfrage in einem Satz mit Satzstarter.
Hilfe: Satzstarter-Streifen auf dem Exit-Zettel.
Alle Stufen lösen denselben Pflanzenfall und arbeiten auf dasselbe Lernziel hin; nur Offenheit, Sprachlast und Hilfen unterscheiden sich.
Refokussierungs-Signale (optional)
Blatt hoch
Die Lehrkraft hebt eine grüne Blattkarte: Satz beenden, Stift ablegen und nach vorn schauen.
Leise Diagnosehilfe
Eine gelbe Karte am Tisch bedeutet: Prüft noch einmal, ob Voraussetzung und Produkt vertauscht wurden.
Vereinbarungssatz für das Gespräch mit dem Kind
Wenn die grüne Blattkarte oben ist, beendet ihr euren Satz, legt den Stift ab und schaut nach vorn. Die gelbe Karte am Tisch ist nur eine stille Denkhilfe, keine Bewertung.
Hinweis: Diese Bausteine dienen lediglich als Orientierung für schriftliche Unterrichtsentwürfe oder Unterrichtsbesuche.
Lerngruppenbeschreibung
Sachanalyse
Didaktische Begründung
Methodische Begründung
Kompetenzen und Stundenziel
Einordnung in die Unterrichtsreihe
Erwartete Schwierigkeiten und Alternativplan
Literatur- und Quellenangaben
Checkliste, Material und frühere Zusätze.
Pflanzenfall vorbereiten [Material]
Foto einer blassen Zimmerpflanze projizieren oder eine geeignete echte Pflanze bereitstellen.
Vor der Stunde · 3 Min
Drei Blattfassungen vorbereiten [Arbeitsblatt]
Basis, Standard und Erweitert unauffällig nach Sitzplätzen verteilen.
Vor der Stunde · 8 Min
Begriffskarten bereitlegen [Material]
Licht, Wasser, Kohlenstoffdioxid, Blatt, Glucose und Sauerstoff für die Aufstellung.
Vor der Stunde · 3 Min
Das gesamte Material für diese Stunde steht in der Karte „Material“.
Die Niveaustufen nicht als leicht, mittel und schwer ankündigen; passende Fassungen liegen bereits am Platz.
Fertig vorbereitet · 9 Folien
Vom Pflanzenfall bis zur Exit-Frage – ohne Anmeldung und ohne Credits herunterladbar.
- 01Präsentation – Rettet die Zimmerpflanze – Fotosynthese verstehen und anwendenTitelfolie
- 02Unser Rettungsfahrplan
- 03Der Fall: Eine Pflanze wird blassEinstieg: Was fehlt unserer Pflanze? · 5 Min
- 04Was braucht die Pflanze?Erarbeitung: Diagnose mit Infotext · 14 Min · Arbeitsauftrag
- 05Fotosynthese-AufstellungAktivierung: Fotosynthese-Aufstellung · 5 Min
- 06Entwickelt den RettungsplanAnwendung: Rettungsplan entwickeln · 12 Min · Arbeitsauftrag
- 07Rettungsrat: Ergebnisse vergleichenSicherung: Rettungsrat und Checkfrage · 3 Min
- 08Checkfrage: Exit-Zettel bearbeitenSicherung: Rettungsrat und Checkfrage · 3 Min
- 09Lösung: Diagnose und RettungsplanSicherung: Rettungsrat und Checkfrage · 2 Min
Für Canva ist ein kostenloses TeachFOCUS-Konto und die Verbindung mit dem eigenen Canva-Konto nötig.
Fertiges Material
Im Beispiel ist das Material bereits erstellt – neue Materialien entstehen in Ihrer eigenen Stunde. Änderungen hier bleiben nur in diesem Browser-Tab. Eigene Materialien können Sie in Canva gestalten und mit „Aus Canva übernehmen“ zurückholen – die Canva-Fassung wird dann auch im Live-Modus gezeigt.
Was gehört in einen Unterrichtsentwurf?
Anforderungen unterscheiden sich je nach Seminar, Bundesland und Fach. Als tragfähige Orientierung verbindet ein schriftlicher Entwurf die Voraussetzungen der Lerngruppe mit fachlichen Entscheidungen und einem realistischen Stundenverlauf.
Bedingungsanalyse
Lerngruppe, Lernstand, Routinen und konkrete Voraussetzungen, die für diese Stunde bedeutsam sind.
Sachanalyse und Lernziele
Fachlicher Kern, didaktische Reduktion und überprüfbare Kompetenzen der Stunde.
Didaktisch-methodische Begründung
Warum Inhalt, Sozialformen, Medien und Unterstützungen für diese Lerngruppe passen.
Verlaufsplan und Alternativen
Zeit, Phasen, Aktivitäten, Material, Sicherung sowie ein Plan für erwartbare Schwierigkeiten.
Dieses Beispiel dient als Orientierung, nicht als allgemeingültige Vorlage. Vorgaben des zuständigen Studienseminars, der Schule und des Fachs haben Vorrang.
Die eigene Stunde als Ausgangspunkt
Fach, Klasse, Thema, Zeit und der vorhandene Ablauf bilden die Grundlage. Die TeachFOCUS-KI erstellt daraus unter anderem eine realistische Taktung, klare Arbeitsaufträge, Differenzierungsstufen und Entwurfsbausteine für einen Unterrichtsbesuch.